Bezüglich der Todestrafe zeigt das Rechstsystem in Alabama einige schwerwiegende Mängel auf.
Mit der Einwohnerzahl steht Alabama an 23. Stelle unter den Staaten der USA, schickt jedoch mehr Menschen in die Todeszelle als jeder andere Staat.
Warum? Weil ein gewählter Richter, der wiedergewählt werden will, die Empfehlungen von 12 Geschworenen für lebenslang ohne Bewährung überstimmen und in die Todesstrafe umwandeln kann. Das geht
nur in Alabama! (Einige andere Staaten habe diese Regelung auch, aber nirgendwo kann ein Richter 12 Geschworene überstimmen)
Alabama hat pro -Kopf der Bevölkerung die höchste Zahl an Todestraktinsassen.
AL ist der einzige Staat ohne ein Büro, welches öffentliche Verteidiger stellt. Mittellose Angeklagte haben kaum eine Chance.
Untersuchungen von UNO und US Anwaltskammer
Der volle Text - siehe Menu oben
Esther Brown, Leiterin von PHADP erhält Auszeichnung von Anwaltkammer
Beim jährlichen Treffen am 18. Juni 2010 der Anwaltskammer für Strafverteidiger von Alabama hat Esther Brown die Auszeichnung "Streben nach Recht" erhalten. Ein Erfolg ihrer Arbeit. Denn die
übliche Verfahrensweise Alabamas, keine "normal" bezahlten Anwälte für Arme zur Verfügung zu stellen, entspricht keineswegs dem rechtlichen Selbstverständnis der Strafverteidiger des Staates.
Neuester Fall, die Exekution von Holly Wood - IQ von unter 70 - d.h. geistig zurückgeblieben - muss in ein Asylum nicht in die Todeszelle! - wie weltweite Praxis!
Menschenrechtsbeauftragter der BRD Markus Löning bei facebook
Neuer Menschenrechtsbeauftragter Löning will Todesstrafe weltweit ächten mehr...
Menschenrechtsbeauftragter Markus Löning verurteilt Hinrichtungen in Taiwan mehr...
Berlin (RPO). Nach mehr als einem Jahr Pause ist in den Menschenrechtsdialog zwischen Deutschland und China leichte Bewegung gekommen. Auf
beiden Seiten sei der Wille spürbar geworden, den Dialog ernsthaft voranzubringen und auf Differenzen offen einzugehen, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, am
Mittwoch. mehr...
DIE TODESSTRAFE
Die Todesstrafe bedeutet, daß der Staat zum Mörder wird.
So werden wir - die Bürger - zum Mörder.
Das ist mit dem Selbstverständnis einer modernen Demokratie nicht vereinbar. (EU et al.)
Von Pascal Lechler, ARD-Hörfunkstudio Genf
6000 Menschen werden jedes Jahr hingerichtet. 95 Prozent dieser Exekutionen finden in nur fünf Ländern statt: In China, dem Iran, Pakistan, Saudi Arabien und
in den USA. Die französische regierungsunabhängige Organisation "Ensemble contre la peine du mort" (Gemeinsam gegen die Todesstrafe) versucht das Thema Todesstrafe alle drei Jahre
ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit zu rücken.
Die öffentliche Meinung
PRO
Eine Demokratie muss auf den Volkswillen Rücksicht nehmen; in den meisten Staaten spricht sich eine Mehrheit für die Todesstrafe aus.
"Vergeltung ist ein instinktiver Teil menschlicher Natur, und diesen Instinkt in der Anwendung des Strafrechts zu kanalisieren, dient dem wichtigen Zweck, die
Ordnung einer Gesellschaft zu fördern."
(Oberste US-Richter - Stewart, Powell, Stevens - 1976 / in: der Spiegel Nr. 14/1984)
KONTRA
Die öffentliche Meinung ist immer gefährlich, insofern 'Meinung' nicht Wissen heißt.
Besagter menschlicher Instinkt kann nicht in Abrede gestellt werden. Er kann aber niemals Entscheidungsgrundlage für eine Institution wie die Justiz sein: der Richter fällt sein Urteil nicht
instinktiv, sondern nüchtern und emotionslos.
Der moderne Rechtsstaat ist eine Demokratie, aber mit gutem Grund keine totale. Das alte Athen hat mit seinen von der Strasse diktierten Volksbeschlüssen den eigenen Untergang eingeleitet. Heute sind
Macht und Verantwortung vom Souverän an gewählte Vertreter delegiert. Sie sind ihrem Sachverstand und ihrem Gewissen und nicht Volkes Stimme verpflichtet. Die Öffentlichkeit urteilt umso radikaler,
je oberflächlicher sie informiert ist. Jedes Land lässt seine Beziehungen zum Ausland von Diplomaten und nicht vom Biertisch aus regeln. In diesem Zusammenhang ist die Bereitschaft von Politikern,
sich vor der Entscheidung in wichtigen Gewissensfragen in demoskopische Umfragen und Vernehmlassungen zu drücken, problematisch.
Noch aber befürwortet die große Mehrheit der Fachleute - Kriminologen, Strafrechtler, Soziologen, Psychologen, Richter und Staatsanwälte - die weltweite Abschaffung der Todesstrafe.
Ob die Todesstrafe in der Verfassung eines Landes festgeschrieben wird, ist eine Frage der politischen und ethischen Kultur.
Kommentar zur Facebookseite Todestrafe
*1992
Also erstens halt ich die Todesstrafe für keine Strafe sondern eigentlich wird da nur jemand umgebracht. Im Prinzip genauso, wie jemand durch -zig Messerstiche. Unterschied ist nur, dass ein
Häftling auf den Tod wartet, während das Opfer nicht weiß, ob es überhaupt umgebracht wird.
zum zweiten sollte die Todesstrafe abgeschafft werden, weil
1. Es die Kriminalstatistik nicht besser aussehen lässt
2. Was, wenn ein unschuldiger hingerichtet wird? Der Mensch ist dann Tod und wird nicht mehr auf diese Erde kommen
3. Was bringt sich die Todesstrafe eigentlich? Kein Mensch hat das Recht, jemanden umzubringen! NIEMAND
4. Sind wir in einer modernen Gesellschaft und sollten lernen, nicht mit dem Tod auf uns los zu gehen, sondern solche Menschen eine Chance zugeben, sich zu ändern und ihr Leben neu
aufzubauen
5. Was bringt es zum beispiel einem Opfer das ermordet wurde? Kommt es wieder auf den Planeten? Eben nicht! Das Opfer ist nun mal und bleibt Tod. Soll jetzt nicht heißen, Ich habe kein Mitleid,
sondern noch nebenbei einen zweiten Menschen das Leben zu nehmen bringt sich einfach nichts!
Hoffentlich lernen die Menschen irgendwann mal zu denken und denken nicht immer sofort an den Tod, sondern versuchen andere Wege zu finden
Zum letzten:
Warum sollte er hingerichtet werden? in manchen Ländern wird man wegen Homosexualität hingerichtet. Einmal 10 Jahre Haft, Psychiatrische Anstalt und fertig. Wer braucht da noch eine Todesstrafe?